


Duisburg: Die Arbeiten waren bereits für das vorherige Wochenende angekündigt, wegen schlechtem Wetter jedoch um sieben Tage nach hinten verschoben worden. An diesem Wochenende wurde nun auf der A 59 der neue offenporige Asphalt (Opa) verlegt, der eine erhebliche Lärmminderung mit sich bringen soll.
Für die Duisburger und alle anderen hieß das, wer Richtung Süden wollte, musste sich auf sein Navigationsgerät oder seine Ortskundigkeit verlassen.
Bereits ab Freitagabend ging zwischen dem Kreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld nichts mehr. Die Sperrung irritierte dann doch so manchen Fahrer, der von der A 40 auf die A 59 abbiegen wollte.
Gutes Navi nötig
„Bei allen anderen Unterlagen wäre eine Vollsperrung nicht von Nöten gewesen. Die Verlegung des Opas ist einfach ein wenig komplizierter", klärt Projektleiter Peter Belusa auf. Für die Autofahrer wurden Umleitungen über die Autobahn 40 und über innerstädtische Straßen eingerichtet.
Die Umverteilung des Verkehrs auf das innerstädtische Verkehrsnetz war für die Autofahrer zumindest am Samstag- und Sonntagmittag spürbar. Auf dem Sternbuschweg und dem Kalkweg ging es nur schleppend Richtung Süden. An der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Mercatorstraße warteten auf die PKW-Fahrer längere Wartezeiten an den Ampeln. Die Polizei war an den noralgischen Punkten vor Ort, musste jedoch nicht eingreifen, da sich das Verkehrsaufkommen im Rahmen hielt. So ertrug auch eine Gruppe von Bandidos-Bikern ihre siebenminütige Wartezeit auf der Düsseldorfer Straße klaglos.
Verkürzte Arbeitszeit
Dank des guten Wetter konnte die Sperrung der „Nord-Süd-Achse" früher als gedacht wieder aufgehoben werden. Ab Sonntagabend 20 Uhr war der Abschnitt zwischen dem Kreuz Duisburg und der Ausfahrt Duisburg-Hochfeld wieder problemlos befahrbar. Rund 48 Stunden hatten davor drei Aspahltbettenleger, neun Walzen und mehrere Marköre an der neuen Fahrunterlage gearbeitet. „Wir hatten mehr Maschinen als angenommen zur Verfügung. Zudem haben wir mit schlechterem Wetter gerechnet. So ging alles sogar schneller als geplant", gab Projektleiter Peter Belusa nach verrichteter Arbeit zu Protokoll.
Martin Schroers, WAZ, 17.05.2010